Ein geschichtlicher Überblick
Das Kooikerhondje ist eine alte niederländischen Hunderasse. Dieser kleine Spaniel, in den Ententeichen hervorragende Arbeit leistet, ist ein kleiner, aufgeweckter,
harmonisch gebauter Jagdhund von attraktiver Farbe und glänzendem,
reichlich befedertem Haarkleid.
Der Ententeich (Entenkooi) umfasst ein Waldstück mit Wiese und Wasserbereich, wo das Wasserwild Brutgelegenheit und Ruhe findet. Am Rande des Ententeichs befinden sich die Fangröhren, welche oben mit Maschendraht,
seitlich mit Strohmatten abgedeckt sind und zuletzt mit einer Fangkiste
enden. Mit Futter und halbzahmen Enten lockt der Jäger die wilden Enten
auf den Teich.
Dann lockt das Kooikerhondje
still und leise die neugierigen Enten, mit seiner weißen buschigen Rute, immer tiefer in die dunkle Fangröhre. Zu guter Letzt flüchten die Enten
vom Entenkooiker aufgeschreckt,
in die Fangkiste, die dann verschlossen wird.
Heutzutage werden die Kooien meistens für wissenschaftliche Forschungen oder zur Beringung der Wildenten benutzt. Es gibt in den Niederlanden noch einige "Entenkooien", wo der
Entenkooiker mit seinem Hund arbeitet.
Auf Gemälden von Meistern des
17. und 19. Jahrhunderts, z.B. Vermeer
und Steen sowie auf Familiengemälden aus dem
18. und 19. Jahrhundert
kommen kleine Spaniels vor, die dem heutigen
Kooikerhondje sehr ähnlich
sehen.
Frau M.C.S. Baronesse van Hardenbroek van Ammerstol hat sich der, im zweiten Weltkrieg stark dezimierten Rasse zugewandt, um diese zu erhalten und wieder zu neuem Leben zu verhelfen. 
Mit Hilfe eines fahrenden Händlers, dem sie eine Haarlocke und eine Abbildung des Kooikerhundes mitgab, gelang es ihr, einige brauchbare Exemplare auf dem Lande aufzuspüren.
Ihre Hündin Tommie aus Westfriesland wurde so die Stammmutter der heutigen Kooikerhunde.